Was ist eigentlich CBD oder Cannabidiol?

Was ist CBD? Was ist Cannabidiol

CBD wird immer beliebter und mittlerweile werden selbst die größten Skeptiker von dem wertvollen Stoff überzeugt. Denn eins muss vorweg gesagt werden – das Cannabidiol CBD wirkt nicht psychoaktiv und löst somit auch keinen Rausch aus. CBD ist ein Bestandteil der weiblichen Hanfpflanze und kann durch die unterschiedlichsten Verfahren gewonnen werden. Doch im Hanf sind noch viele weitere Inhaltsstoffe enthalten, von denen mittlerweile knapp 500 bestimmt werden konnten.

CBD und CBDa – was ist der Unterschied?

CBDa ist praktisch ein Vorläufer zu CBD, welches durch Erhitzung eine chemische Verbindung eingeht und dann zu CBD wird. Im Grunde ist in der Hanfpflanze CBDa enthalten. Wird beispielsweise Marihuana geraucht, verwandelt sich CBDa in CBD und kann so seine Wirkung entfalten. Um CBD Produkte herzustellen, werden so die Hanfteile erhitzt, dass dann CBD extrahiert werden kann. CBD selbst ist somit also nicht direkt in der Hanfpflanze enthalten. Gleiches gilt für THC, der Stoff, der den Rausch bei Cannabis auslöst.

Allerdings ist in CBD Produkten entweder nur ein sehr geringer Anteil an THC, nämlich höchstens 0,2 %, enthalten oder das Produkt ist vollkommen frei von THC. Denn mittlerweile setzen immer mehr Hersteller auf THC-freie Hanfsorten, um den Nutzern ein reines CBD Produkt anbieten zu können.

Wie wirkt CBD im Körper?

Wie Forscher feststellten, verfügt der Körper über ein eigenes Endocannabinoid System. Nimmt der Nutzer CBD Öl zu sich, interagiert das Öl mit den körpereigenen Rezeptoren, aktiviert diese und kann so auf unterschiedliche Weise Einfluss nehmen. Da die Rezeptoren beispielsweise auch dafür verantwortlich sind, wie Schmerzen oder Angst und Stress empfunden werden, kann das CBD diese Rezeptoren stimulieren und somit positiv auf diese Gefühle wirken. Ängste und Stress werden nicht mehr so stark wahrgenommen und Schmerzen oder Entzündungen werden deutlich gehemmt. Somit wird der Körper, der selbst in geringen Mengen eine Art von CBD herstellt, mit dem CBD Produkt noch unterstützt, und kann so das Nervensystem stimulieren und einen positiven Effekt auf den Körper ausüben.

Wie ist es möglich, dass kein THC in Hanf vorhanden ist?

Insbesondere die Hanfpflanze Cannabis sativa sowie die Sorte Cannabis indica haben zwar einen recht hohen CBD Anteil, aber nur einen geringen Anteil an THC. Zudem sind mittlerweile Hanfsorten auf dem Markt erhältlich, die nahezu frei von TCH sind. Dies wäre beispielsweise die Sorte Sweet Afgani Delicious, die nur einen mikroskopisch geringen Anteil an THC aufweisen kann. Weiterhin gibt es in der Zwischenzeit zahlreiche Hanfarten, die einen besonders hohen CBD Anteil aufweisen, um die hochwertigen CBD Produkte herstellen zu können.

CBD und THC – was ist der Unterschied?

THC gehört wie CBD zu den Cannabidiolen, wirkt aber vollkommen unterschiedlich. Während CBD den Appetit hemmt, regt THC den Appetit an. Doch auch die psychoaktive Wirkung von THC und CBD sind vollkommen unterschiedlich. CBD wirkt eher beruhigend, angstlösend und nicht psychoaktiv, THC jedoch wirkt psychoaktiv, macht „high“ und kann zudem Angstzustände auslösen. Außerdem hat CBD den Vorteil, dass es ein „high“ praktisch unterdrückt.

Aber auch in der Medizin wird CBD bereits wirkungsvoll eingesetzt und wird hier bei Epilepsie, Depressionen sowie chronisch entzündlichen Krankheiten genutzt. Der beruhigende und antientzündliche Effekt des CBD ist mittlerweile belegt und es wurden bereits zahlreiche Erfolge bei den unterschiedlichsten Krankheiten erzielt. Selbst als Schmerzkiller hat sich CBD bewährt und wird daher auch in der Schmerztherapie genutzt.

Der große Bruder THC hingegen kann bei Krebs ein hilfreicher Stoff sein. Durch seinen appetitanregenden Effekt kann er so Patienten, die sich einer Krebstherapie unterziehen, helfen. Hierbei spielt aber die Kombination CBD und THC eine große Rolle. CBD kämpft gegen die Entzündungen der Schleimhäute, stärkt das Immunsystem und verringert die Übelkeit bei einer Chemotherapie. THC regt den Hunger an, macht ein wenig benommen und kann so dem Patienten dabei helfen, diese Tortur besser zu überstehen. Daher wird bereits in vielen Krebskliniken das medizinische Cannabis eingesetzt, welches CBD und THC enthält.

Medizinisches Cannabis ist jedoch nur auf Rezept in Apotheken erhältlich und wird nicht frei im Internet verkauft. Das vollkommen legale CBD darf nur einen THC Anteil von höchstens 0,2 % enthalten. Seit dem Jahr 2017 darf es, durch die Lockerung des Betäubungsmittelgesetztes, somit auch von Ärzten verschrieben werden und in manchen Fällen übernimmt die Krankenkasse auch die Kosten dafür.

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