Die Rechtslage von CBD - Ist CBD oder Cannabidiol legal?

Rechtslage bei CBD Rechtslage bei CBD

Die CBD Rechtslage ist eigentlich ganz einfach. CBD ist vollkommen legal, wenn der THC Gehalt im CBD 0,2 Prozent nicht überschritten wird. Somit sind die CBD Produkte frei verkäuflich. Ist jedoch der THC Gehalt höher, ist der Verkauf illegal. Lediglich das medizinische Cannabis, welches vom Arzt verordnet werden muss, kann legal in Apotheken erworben werden. Doch wie verhält es sich, wenn man in eine Polizeikontrolle gerät und auf Drogen getestet wird? Fällt dieser positiv aus? Muss man mit Konsequenzen rechnen oder wie verhält sich dies? All die Fragen möchten wir in diesem Artikel klären, damit die Unklarheiten beseitigt werden.

Trotz THC sind CBD Produkte in der Regel legal

Der Gesetzgeber in Deutschland stuft CBD nicht als psychoaktiv ein. Dies heißt, dass es zum einen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt und zum anderen dann frei verkäuflich ist. Allerdings gibt es natürlich auch einen Haken an der Sache. Denn eigentlich ist nahezu in jedem CBD auch THC enthalten. Hier müssen die Hersteller genau darauf achten, dass der THC Anteil unter 0,2 Prozent bleibt, damit das CBD Produkt legal und frei verkäuflich ist. Ist dies der Fall, wird das Cannabinoid als Nahrungsergänzungsmittel angesehen und darf frei im Handel angeboten werden. Dabei gilt die Klassifizierung für alle verzehrbaren CBD Produkte, wie auch für CBD, welches in Kosmetika genutzt wird.

Doch Vorsicht, auch wenn CBD mit einem sehr geringen THC Anteil legal ist, darf es nur als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden. Heilversprechen von Herstellern sind nicht legal und verboten. Auch als Heil- oder Arzneimittel darf das CBD nicht verkauft werden, da dies nur dem medizinischen Cannabis vorenthalten ist. Das medizinische Cannabis darf seit März 2017, durch die Lockerung des Betäubungsmittelgesetzes, von Ärzten verschrieben werden. Dieses medizinische Cannabis gibt es aber nur in Apotheken mit Vorlagen des Rezeptes.

Widersprüchlich ist allerdings die Handhabung von Cannabis. Während Hanfsamen erlaubt sind, ist der Anbau, selbst von reinem CBD-Nutzhanf verboten. Zudem sind Besitz und Handel von Cannabis ebenfalls verboten und fallen unter den § 29 des Gesetzes über den Verkehr mit Betäubungsmitteln. Daher also Vorsicht! CBD Produkte hingegen sind in der Regel legal, wobei man auf die Angaben des Herstellers vertrauen muss.

Ist der Drogentest bei Verkehrskontrollen positiv, wenn CBD eingenommen wird?

Wir werden immer wieder gefragt, ob der Drogentest bei einer Verkehrskontrolle oder auf der Arbeit positiv ausfällt, wenn CBD eingenommen wird. Dies kann mit einem einfachen „Nein“ beantwortet werden.

Leider ist es mittlerweile häufig an der Tagesordnung, dass im Unternehmen Drogentests durchgeführt werden. Diese, wie auch die polizeilichen Drogentests sind relativ einfach gestrickt. Es werden Urin- oder Haarproben analysiert und auf THC untersucht. Da im CBD jedoch nur mikroskopisch geringe Mengen THC vorhanden sind, kann auch nichts festgestellt werden. Wer natürlich Cannabis raucht, kann sich nicht damit herausreden, dass er CBD einnimmt. Denn ist der Drogentest erst positiv ausgefallen, wird ein zweiter Test gemacht, der dann deutlich genauer ist.

THC ist bis zu 90 Tage im Körper nachweisbar. Dabei reagieren die Tests in der Regel nur auf THC, nicht aber auf CBD, CBG oder CBN, was heißt, dass der Drogentest nicht positiv ausfällt.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn hohe Dosen von über 1000 mg CBD pro Tag eingenommen werden. Hier kann das Ergebnis der Tests gefälscht werden. Allerdings wird der zweite Test, der dann durchgeführt werden muss, negativ ausfallen.

Cannabispatienten und ein Drogentest

Wer medizinisches Cannabis einnimmt, sollte in Verkehrskontrollen vorsichtig sein und vor allem immer einen Cannabinoidausweis dabei haben. Pflicht ist dieser Ausweis zwar nicht, aber er kann einige Probleme mit den Beamten aus dem Weg räumen. Denn leider liest man immer wieder, dass oft zu Schwierigkeiten zwischen Cannabispatienten und der Polizei kommt. Mit einem Ausweis, der die Unterschrift vom Arzt oder Apotheker trägt, kann man dann einigen Problemen aus dem Weg gehen.

Ebenfalls empfehlenswert wäre der Artikel aus der Zeitschrift der Deutschen Polizei Gewerkschaft. Hier sind vor allem die erste Seite und die Seiten 18 bis 21 aus der Ausgabe 08/2017 sehr interessant.

Weitere wichtige Infos für Nutzer von CBD

Zum einen ist es natürlich wichtig, dass nur CBD Produkte gekauft werden, die in Deutschland hergestellt werden. So kann jeder auf der sicheren Seite sein, dass auch wirklich nur ein geringer TCH Anteil vorhanden ist. Weiterhin gibt es die Möglichkeit CBD Produkte zu kaufen, die vollkommen frei von THC sind. Denn in der Zwischenzeit bieten einige Hersteller THC-freie Produkte an.

Außerdem sollte bei der Einnahme von recht hohen Dosen, die über 1000 mg/Tag liegen auf einen CBD Extrakt ausgewichen werden, da in diesem kein THC vorhanden ist. Im Hanföl oder CBD Öl hingegen sind meist geringe THC Spuren zu finden.

Wer jedoch weiß, dass der Arbeitgeber Drogentests durchführt, sollte vorab mit seinem Chef sprechen und ihm sagen, dass CBD Produkte eingenommen werden. Gegebenenfalls sogar einige Infos über CBD zusammenstellen, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

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